Piratengeburtstag:
Verfluchter Schatz

Logbuch der Scavenger
Captain Lucky Bones
17.10.2008

Geschichten machten die Runde von einem verfluchten Schatz.
Mit verfluchten Schätzen ist das so eine Sache. Kein Pirat hat wirklich Lust darauf für
die nächsten 100 Jahre als Untoter – egal ob als Skelett oder Fischmenschmischling –
auf den Meeren unterwegs zu sein. Sicher, man ist unsterblich.
Aber das ist auch schon der einzige Vorteil.

EIGENTLICH sollte man die Finger von solchen Schätzen lassen...

Aber einen Blick zu riskieren kann ja nicht schaden,
dachte ich mir und machte mich mit McColl und Thorsson auf die Suche.

Zeitgleich feierte Jessica Burgess Geburtstag.
Ihres Zeichens Tochter von Cannonball Jack, langjähriger Freund und Piratenkollege.
Und so bildete ihr Bruder Captain Kenny, alias Irish Stew Burgess als besondere Geburtstagsüberraschung
eine Mannschaft aus den Gästen um den verfluchten Schatz zu heben. Glücklicherweise hatte Captain Kenny
einige Hinweise erhalten wie der Fluch mit Hilfe von magischen Steinen unwirksam zu machen war.

Aber auch wir waren nicht ganz unvorbereitet!
Denn es hieß „Greif zu und spüre den Fluch. In toten Händen wirst du den Schatz halten!“. Wie praktisch, wenn man
ein jederzeit einsatzbereites, unerschrockenes und vor allem bereits totes Crewmitglied in der Mannschaft hat: Bob!
Als Skelett hatte er schon für Dekorationszwecke und andere Aufgaben herhalten müssen.
Jetzt sollte Bob den Fluch umgehen.

Captain Kenny, Jessica und Cannonball Jack führten die Mannschaft und folgten den Hinweisen.
Tapfer meisterten sie knifflige Aufgaben und hatten schnell alle magischen Steine beisammen.
Gut gelaunt machten sie sich auf den Weg zum Schatz.

Gerade hatte ich mit McColl und Thorsson unseren Entflucher Bob in die Schatzkiste gesetzt als wir Stimmen hörten.
Ein paar Grünröcke hatten Wind von unserer Schatzsuche bekommen und näherten sich neugierig. So unschuldig wie möglich lächelnd überzeugte ich sie von unserer Harmlosigkeit. Nach ein paar Minuten verabschiedeten sie sich wieder und ließen einen Piratencaptain mit drei Pistolen und Säbel, einen Schotten mit Pistole und Zweihänder, einen Nordmann mit zwei großen Hämmern und Schraubstockarmen und Bob das Skelett breit grinsend zurück. Endlich konnten wir uns wieder dem Schatz widmen. Aber weit gefehlt! Einen Augenblick später standen Captain Kenny und Cannonball Jack mit ihrer Mannschaft vor uns und beanspruchten den Schatz für sich! Cannonball Jack wurde gefesselt und in Thorssons Obhut gegeben. Nach einer kurzen freundlichen Aufforderung erzählte Cannonball Jack alles über die magischen Steine.

Captain Kenny musste nun wohl oder übel seine Mannschaft paarweise mit den magischen Steinen zur Schatzkiste schicken um den Fluch zu lösen und Cannonball Jacks Leben zu retten. Nachdem sie die Steine abgegeben hatten, wurde auch Captain Kennys Mannschaft von Thorsson gefesselt. Vorsichtig überprüfte ich ob der Fluch noch bestand.

Die magischen Steine hatten funktioniert!
Da meldete sich Captain Kenny zu Wort und beanspruchte den Schatz erneut für sich und seine Mannschaft!


Keiner von uns hatte wirklich Lust darauf Blut zu vergießen, also entschlossen wir uns mit Liars Dice zu entscheiden,
wer der Besitzer sein sollte. Um den Einsatz noch interessanter zu machen, spielten wir auch gleich um die Köpfe von Captain Kennys Mannschaft und seinen Hut. Wir würfelten drei Mal. Die erste Runde ging an Captain Kenny. Die zweite Runde an mich. Die dritte und entscheidende Runde wieder an Captain Kenny. Somit war der Verbleib des Schatzes entschieden. Die Beute wurde gerecht von Captain Kenny und Jessica unter ihren Piraten aufgeteilt und sie zogen triumphierend ab.

Als echte Männer trösteten wir uns schnell über den verlorenen Schatz hinweg. Und zwar mit dem unbewachten Buffet des Piratengeburtstages. Wir kennen nämlich eine Abkürzung zu Cannonball Jacks Haus...